Aus den Memoiren des Felix Schwarz über den dezentralen Swim&Run der Triathlonbundesliga
29/07/2020
Nach langer Rennenthaltsamkeit aufgrund der Corona-Restriktionen fand heute endlich der erste Bundesliga Wettkampf der Rennsaison statt. Auch wenn dieser nur dezentral zusammen mit zwei weiteren BL-Mannschaften und ohne Zuschauer/Slipper-werfende Fangirls stattfand, kam im ein oder anderen Moment doch das bekannte Erstligafeeling auf.
Das Schwimmen fand im darmstädter Nordbad statt, welches sich für mich in diesem Jahr das erste mal in schlüpfiger Bikinifigur und ohne Überdachung präsentierte. Pünktlich zum Start der 800m Schwimmen zeigte sich auch die Sonne. Die Bediungungen waren für Bestzeiten geschaffen.
Nach Startschuss setzte sich von Beginn an Fabi Kraft in Kooperation mit einem Athleten aus Griesheim ab. Zusammen konnten sie die Tagesbestzeit von 9:13 erreichen, wobei dem Griesheimer das fremde Hoheitsgebiet letzten Endes doch zu schaffen machte. Er schlug um einen Pignede (1,2m) hinter Fabi an.
Im Zielinterview äußerte sich der Saar-darmstädter bayrischen Ursprungs zu seiner Leistung mit den Worten “LUL”.
Die restlichen DSWler glänzten ebenfalls mit stabilen Schwimmzeiten. Langdistanzler Horst Reichel ballerte auf seine alten Tage auch eine erigierte 9:36 raus und blieb somit, wie es sich für nicht-huckschläger gehört, unter der magischen 10 Minuten Grenze.
Auch die östrogen-geprägte Starting-4 des DSW lieferte eine beachtlichte Schwimmleistung. Lucie Kammer erreichte mit 10:36 die schnellste Schwimmzeit des Feldes. Nahestehende Zeugen kommentierten die Leistung mit: “Das Kammer ma machen”.
Anschließend standen 5km auf der nahegelegenen Laufbahn als Hauptspeise auf dem Speiseplan.
Die von einer regnerischen Nacht befeuchtete Tartanbahn machte den Technikern der Ligamannschaften ordentlich zu schaffen, doch die erzielten Ergebnisse lassen vermuten, dass die des DSW die richtige Wachsmischung gefunden hatten. Top-Zeit bei den Herren wurde durch Henry Graf gelaufen. Der hochgebohrene rasierte in 14:50 min auch die nebenstehenden Grashalme auf Null.
Nur dicht dahinter kam Jonas “Booster” Uster mit 15:19 in Ziel. Die Damen ließen sich aber auch hier keine Blöße geben und standen den Eierträgern in nichts nach. Johanna Uherek lief die Bestzeit des Tages mit einer Zeit von 18:18.
Pünktlich zum Zieleinlauf startete es auch aus allen Wolken zu brechen, wodurch das Duschverbot zur Corona-Zeit plötzlich kein Problem mehr war. Anstatt wie gewohnt das Feierabendbier im Duschraum von allen Nährstoffen zu filtern, musste das letzte Bier in diesem Jahr im Stehen getrunken werden.
Felix Schwarz
Vielen Dank an Ingo Kutsche (www.facebook.com/triathlonpresse) für die schönen Aufnahmen!
Weiterer Artikel auf Runner’s World: www.runnersworld.de/news-fotos/gemeinsamer-swim-run-in-darmstadt
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