Starnberger See Schwimmen 2026

10/08/2026

Am 02.08.26 fand dieses Jahr die Seeüberquerung von Possenhofen nach Leoni (und zurück – insgesamt 4 km) statt. Maren, Tobias und ich hatten uns Anfang des Jahres dafür angemeldet und waren sehr gespannt auf den Wettkampf. Maren und ich sind einen Tag vorher an den Starnberger See gereist. Nach einigen Stunden im Auto bei bestem Sonnenschein und Ankommen in der Ferienwohnung sind wir zum See gefahren, um Start und Ziel zu besichtigen. Und um mal eine Runde im See schwimmen zu gehen. Ein paar dunkle Wolken und etwas Gegrummel am Himmel erschien uns nicht so schlimm – schließlich waren ja auch noch andere Leute im Wasser – also haben wir die Rucksäcke abgestellt und waren gerade dabei, uns fertigzumachen, als plötzlich das Gewitter über uns hereinbrach und wir in Sekunden klatschnass am Ufer standen. Also waren wir zwar nass, aber nicht im See, und sind zurück zur Unterkunft gefahren.

Am Abend wurde dann noch etliche Male das Wetter und die Wassertemperatur gecheckt und mehrmals überlegt, was wir für den Wettkampf anziehen wollen. Schließlich war der Triathlon-Einteiler unsere Wahl, was sich auch als gute Entscheidung herausstellen sollte.

Am nächsten Morgen waren wir um 7 Uhr bei der Ausgabe der Startunterlagen. Was auch gut war, denn dann füllte sich der Bereich und es gab lange Schlangen. Insgesamt waren 500 Personen angemeldet. Das Wetter war angenehm, etwas diesig und es hatte ca. 18° C Luft- und 24° C Wassertemperatur.

Inzwischen ist auch Tobias, der bei einem Freund übernachtet hatte, angekommen. Zu dritt sind wir zur Wettkampfbesprechung gegangen, haben uns für das Schwimmen fertiggemacht und pünktlich um 8.45 Uhr ging es los. Der Start war sehr entspannt, es gab kein Gedrängel und Geschubse, alle Aktiven sind nacheinander über die Zeitmessung ins Wasser gegangen und losgeschwommen. Platz genug gab’s auch, denn der See ist ja groß genug! Die Orientierung fiel erstmal leicht: einfach den anderen Badekappen hinterher. Das Seehotel Leoni war auch schon von Weitem zu sehen und nach ein paar Metern hatten wir unseren Rhythmus gefunden. Nach ziemlich genau 2 km gab es einen kurzen Landgang: links vom Hotel (das war leider nicht so gut zu sehen) musste eine Leiter auf den Steg erklommen werden. Dann über die Zeitmessung laufen und entweder vom Steg wieder ins Wasser springen oder nach links ins Ziel nach 2 km abbiegen. Tobias hatte sich die 2 km vorgenommen und ist glücklich am Hotel angekommen. Für ihn hieß es jetzt auf die Fähre warten, die alle Schwimmer und Schwimmerinnen über die 2 km wieder zurück auf die andere Seeseite bringen sollte.

Maren und mein Rückweg war etwas einsamer als der Hinweg, denn ca. die Hälfte des Feldes ist in Leoni ausgestiegen. Das große blaue Zielbogen war auch nach dem Sprung vom Steg schon zu sehen und obwohl das Wasser welliger wurde und etwas Wind aufkam, konnten wir gut schwimmen. Dank der vielen Helfer von DLRG und Wasserwacht war der Schwimm-Korridor gut gesichert. Immer den blauen Bogen im Visier ging es Zug um Zug zurück, aber der Bogen wollte einfach nicht größer werden. Schließlich waren es nur noch ein paar Meter, das Wasser wurde flacher und der Ausstieg ganz nah. Noch schnell die Treppen hoch und über die Zeitmessung und – geschafft! Unser erster Freiwasserwettkampf war überstanden!

Nachdem die Fähre der 2-km-Schwimmerinnen und -Schwimmer angekommen war, gingen wir kurze Zeit später gemeinsam zur Siegerehrung, die am See stattfand. Erst wurden die (schnellen!) Gesamtsiegerinnen und -sieger geehrt, dann die AK’s. Zu unserer Überraschung belegte Maren den 2. Platz in der W60 und ich den 2. Platz der W55! Tobias kam in seiner M45 über 2 km auf den 4. Platz! Ein tolles Ergebnis und Erlebnis für uns alle!

Der Wettkampf hat viel Spaß gemacht, war prima organisiert und macht Lust auf mehr! Natürlich hat das Wetter auch mitgespielt, aber der Starnberger See ist schon besonders mit sehr schönem Wasser und riesigen Liegewiesen, auf denen wir dann den Rest des Tages noch genossen haben.

Bericht und Fotos: Susanne Freytag

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