Luis Rühl in unserem Interview auf Youtube – EM-Erfolg, WM-Erlebnis und neue Ziele
20/05/2026
Luis Rühl blickt auf eine starke Saison zurück: Sieg in Halle, Platz fünf bei der Junioren-EM und Start bei der WM in Australien. Jetzt beginnt für ihn die nächste Herausforderung in der U23-Klasse – mit dem Ziel, seinen Kaderstatus zu halten und international weiter Punkte zu sammeln.

Seht euch das Video in unserem Youtube-Channel an:
https://www.youtube.com/watch?v=JTRVO8Cnrf4
Interview: Uwe de Mas
Kamera: Lothar Rößling
Bei mir ist Luis Rühl, Bundesliga-Athlet vom DSW Darmstadt. Willkommen Luis, schön, dass du da bist. Lass uns erst mal zurückblicken auf deine Saison 2025, aus meiner Sicht eine super erfolgreiche Saison. Wie hast du es gesehen?
Ja, genau, ich fand es eigentlich auch ganz gut. Der erste Wettkampf war in Halle, dort wurde ich Erster, hat also ganz gut angefangen. Dann konnte ich mich noch für die EM in Melilla qualifizieren, bin da gerade noch so auf die Warteliste bzw. auf die Startliste gerutscht und konnte dann noch Fünfter werden, und dann am nächsten Tag wurden wir dann noch Zehnter in der Mixed-Team-Relay und da habe ich mich dann auch für die WM qualifiziert. In Australien wurde ich dann 26., glaube ich.
Was war denn das absolute Highlight, die Silbermedaille in Spanien oder die Reise nach Australien?
Mein Highlight war auf jeden Fall erst mal der fünfte Platz in Melilla und dann noch die Mixed-Team-Relay, da der zweite Platz, aber auch das ganze Erlebnis in Australien, das war auch richtig krass, obwohl der Wettkampf dann nicht so gut war, aber allein das Erlebnis, das war schon echt super.
Ja, sehr schön. Für dich geht es ja jetzt von den Junioren letztes Jahr in die U23-Klasse 2026. Was sind für dich die größten Unterschiede zwischen Junioren und U23?
Na ja, also Junioren sind ja zwei Jahrgänge zusammengefasst und U23 sind ja, glaube ich, 4 Jahre ältere und da bin ich jetzt eben ganz unten in der Altersklasse. Da muss ich erst mal schauen, was so auf mich zukommt, was mich da erwartet.
Und dein Ziel für die Saison 2026 ist dann die Quali für die U23-EM/WM?
Ja, mal schauen. Ich will auf jeden Fall den Kaderstatus halten, den ich durch die EM erringen konnte, und dafür muss ich halt relativ viele Europacups bzw. Afrikacups starten, um die Punkte zu sammeln, um in die Top 250 der Weltrangliste zu kommen. Darauf liegt der Hauptfokus, ich weiß nicht, ob ich das mit der EM schaffe, das ist ja eher unwahrscheinlich. Natürlich hofft man drauf, aber ja, ist schwierig.
Ja, du hast es gerade angesprochen: viele Rennen, Afrikacups, Europacups – welchen Stellenwert haben denn dann die Bundesliga-Rennen noch für dich?
Ich will auf jeden Fall trotzdem viele Bundesliga-Rennen starten, einfach weil ich auch Lust drauf habe. Und ja, nebenbei dann nur Afrikacups und Europacups, um die Punkte zu sammeln.
Du bist ja als ganz junger Athlet an den Stützpunkt nach Nürnberg gegangen, hast dann das FSJ dort gemacht. Wie war das so für dich? War es anstrengend oder konntest du viel trainieren?
Das FSJ war eher auf den Sport ausgelegt, also ich konnte eher viel trainieren. Ich habe z. B. manchmal bei Kindertrainings mitgeholfen oder wenn der BTV, der Bayerische Triathlonverband, mal so einen Try-Day organisiert hat, habe ich da eben mitgeholfen und die kleinen Kinder ein bisschen trainiert oder unterstützt. Das waren so die Hauptaufgaben vom FSJ.
Also wäre das für dich auch eine Empfehlung für andere junge Triathleten, die mal ein Jahr lang viel trainieren wollen?
Ja, auf jeden Fall, da ist eher der Fokus auf Training.
Und jetzt Studium?
Ja genau, Studium. Ich mache jetzt ein Fernstudium, damit ich am Stützpunkt in Nürnberg bleiben kann, und zwar Sportökonomie. Die Uni ist in Saarbrücken in dem Campus, ich mache das im Fernstudium-Format.
Ist es für dich jetzt eine große Umstellung von einem Jahr fast nur Sport und jetzt auf einmal wieder Online-Vorlesungen und Lernen und so weiter?
Ich finde es eigentlich ganz angenehm, dann hat man wieder ein bisschen was zu tun, Verpflichtungen sozusagen. In dem FSJ-Jahr habe ich ja eigentlich wenig gemacht.
Ja, sehr schön, vielen lieben Dank, Luis. Wir wünschen dir eine erfolgreiche Saison 2026. Danke, dass du da warst.
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