HTV Kadersichtung 2026 beim DSW12 in Darmstadt
18/03/2026
Am Sonntag, 15.3.26 waren über 70 Nachwuchsathlet:innen für die erste Standortbestimmung vor der Wettkampfsaison am Start. Unser Merck Jugendteam war in allen Altersklassen mit persönlichen Bestzeiten vertreten.
„Gib alles – dann ist der Erfolg nur eine Frage der Zeit.“
Dieses Zitat von Usain Bolt hatte sich wohl jeder der jugendlichen DSW-Athleten als Motto gegeben, wenn man die Leistungskurve der vergangenen Monate mit den Ergebnissen der Frühjahrssichtung des Hessischen Triathlonverbandes abgleicht. Sie konnten sich im Umfeld von insgesamt gut 75 Kinder- und Jugendathleten im Alter von Schüler B (Jahrgang 2015) bis zu den Junioren (Jahrgang 2007) aus ganz Hessen und vor dem mitgereisten Anhang sehr gut präsentieren, mit internationaler Beteiligung u. a. aus Luxemburg. Zwar blieben plötzliche Einzelüberraschungen wie in den vergangenen Jahren aus, dennoch konnten alle deutliche Leistungssteigerungen und positive Entwicklungen für sich verbuchen.
Vincent Zbik, Jugend B, hat eindrucksvoll präsentiert, dass er an seiner Laufleistung gearbeitet hat. Geben auch die Kleinsten der Schüler B wirklich alles, so sieht man spätestens beim Laufwettbewerb der Jugend B eben schon sehr genau, wer an sich und seinem Stil gearbeitet hat und wer mal schaut, was so passiert. Unsere Athleten gehören dabei ganz klar zur ersten Kategorie. Und das sicher auch durch die tolle Vorbereitung der Trainerin Alex Rechel. So auch Emilia Koch, die ihrer direkten Konkurrenz mal zeigte, wie ein Schlussspurt geht. Ganz abgesehen von Martha Behrens, die sich ein eindrucksvolles Rennen um den 1. Platz lieferte. Mega Leistung! So wäre hier wiederum ein anderer Weltsportler zu zitieren, um die Gesamtbilanz der Veranstaltung vorwegzunehmen: „Das Wichtigste ist, immer weiterzumachen.“ – Lionel Messi
Denn es konnten die allerwenigsten Teilnehmer diesmal überhaupt die geforderten Kaderzeiten unterbieten. Woran es gelegen haben mag, konnte auf die Schnelle auch der Landestrainer Frederik Krause nicht analysieren. War es das späte Schwimmen? Das erklärt dann noch nicht die sehr, sehr guten, aber heute bei den allerwenigsten herausragenden Laufleistungen. Am Wetter kann es nicht gelegen haben, denn pünktlich zur Startnummernausgabe blieb es trocken und frühlingshaft bei bedecktem Himmel. Ideal, um gegen 13 Uhr mit den ersten langen Läufen der älteren Jahrgänge im Bürgerparkstadion zu beginnen.
So mussten zunächst mal Jakob Reimann und Benni Hoenen im ersten 5.000er ran und zusammen mit dem befreundeten Magnus Kraft vom TuS unter Anfeuerung unseres verletzten DSW-Athleten Finn Sauer sowie seiner Schwester Folkemina und Noémi Preuschoff alles geben. Es erübrigt sich zu betonen, dass es ein begeisterndes Rennen wurde. Was im 2. Lauf des Tages wiederum von Pauline Leonhardt, Ruth Wuttke und Josefine Leonhardt bestätigt wurde. Diesmal mit Pacemaker-Nationalkader Christian Ache. Das hielt zwar nicht alle davon ab, mit einer (zu) schnellen ersten Runde in den Lauf zu gehen, umso mehr wurde es ein spannender Lauf. Denn 5.000 m mit Ergebnissen fast alle um die Kadernorm sind ein Ergebnis, auf das der Trainer Benny Knoblauch glücklich verweisen kann, auch wenn er mit Grippe im Bett die Ergebnisse nur aus der Ferne mitbekam. Auf jeden Fall waren alle in ihrer AK vorne, und das ist ganz einfach mal ein klasse Ergebnis, was uns DSWler zurecht stolz macht.
Der anschließende Bourban-Test (Unterarmstütz mit 2:30 Minuten wechselseitigem Beinheben) war für unsere Topathleten dann allerdings ein echter Klacks. Da zahlt sich konsequentes Athletiktraining aus. Nach ordentlichem Zugriff auf das reichhaltige Buffet aus Kuchen, Obst und Süßigkeiten ging es dann ab 16:00 Uhr im 50-m-Becken weiter. Um der Öffentlichkeit das „Recht auf Badebetrieb“ zu geben, diesmal leider nur auf 4 Bahnen. Diese logistische Herausforderung, die nicht nur die DSW-Helfer betraf, wurde aber besonders durch das pragmatisch unterstützende Handeln des Badpersonals wirklich gut gemeistert. Dennoch: Vielleicht klappt es nächstes Mal wieder mit 8 Bahnen.
Wasserkomplextests zur Beurteilung der spezifisch koordinativen Fähigkeiten der Jüngsten, 50-m-Sprints und anschließende 400er- oder 800er-Wettkämpfe schlossen dann den langen Tag gegen 19:30 Uhr ab. Da konnte dann der aufgrund einer Verletzung beim Laufen verhinderte Bosse Niemetz eindrucksvoll zeigen, woran er zuletzt so hart gearbeitet hat. Mit für die jungen Athleten ansonsten auch mal kurz enttäuschenden Einzelzeiten konnten alle zeigen, dass immer mit ihnen zu rechnen ist und niemand abgeschrieben gehört. Es haben sich alle (!!!) gegenüber den letzten Ergebnissen verbessert oder sogar noch mal richtig einen rausgehauen.
Dennoch auch hier: Insgesamt erreichten die allerwenigsten Teilnehmer aus diesem herausragenden Athletenfeld die Kadernorm. Umso mehr muss man das Prozedere auch mal infrage stellen dürfen; kann man letztlich aus den reichhaltigen Erfahrungen resümieren, dass die Hessen (und da der DSW) in allen Wettbewerben des DTU-Cups nie „erst hinten“ ins Ziel kamen. Vielmehr sind die Athleten und Athletinnen fast immer im vorderen Mittelfeld oder sogar besser zu finden. Denn sie können eben drei Sportarten sehr, sehr gut und wissen auch um ihre Schwächen, aber viel wichtiger auch um ihre Stärken, um dann am Ende eben doch „nach vorne zu gehen“. Und genau darum geht es in unserer Athletenausbildung: Bei uns sind alle dabei. Wir sieben nicht, sondern bilden aus und nehmen mit.
Erst durch eine gute Basisausbildung und das gemeinsame Training können sich der Wille zur dauerhaften Leistungsbereitschaft, zur Trainingsdisziplin, aber vor allem zum gemeinsamen Spaß am Sport entwickeln. Wir sind der festen Überzeugung, dass alle ihren Platz haben und zum Erfolg des Vereins beitragen. Dann entwickelt sich mit Freude am Training die Leistung ganz von allein. Und wir können erfolgreiche (eigene) Athletenteams bilden. Und wer wiederkehrend in seinem direkten Leistungsumfeld vorne steht, der hat es auch verdient, sich in den Leistungsklassen zu präsentieren – und schafft das auch dauerhaft. Denn unsere Trainer bilden nicht nur Athleten aus, sondern junge Menschen, die sich insbesondere auch durch diese sorgsame Arbeit resilient entwickeln.
Da sind die Tränen einzelner Sportler vollkommen ungerechtfertigt. Ihr seid nämlich alle wirklich tolle Sportlerinnen und Sportler. Ihr seid alle (!!!) unglaublich diszipliniert und tolle Typen. Wir sind froh, dass ihr unseren Verein bereichert. 😉 Und genauso über unsere fleißigen Helfer, ohne die so ein Event nicht zu stemmen ist. DANKE!
Aktuell sind die Ergebnisse der Sichtung noch nicht bekannt und wir wissen noch nicht, wer die aus der 1. Sichtung bereits bekannten Kader- oder DEF-Teammitglieder (sozusagen Erwartungskader) Bosse, Jakob, Tim und Martha noch begleitet. Wir drücken euch allen die Daumen! Zunächst fahren jetzt alle Athleten in den Osterferien mit den Münsteraner Sportfreunden bis zu 14 Tage nach Mallorca. 65 Kinder und Jugendliche – kann es was Schöneres geben?
Bericht: Felix Leonhardt
Fotos: Lothar Rößling
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