40 Jahre, graues Haar – Seniorendebüt beim Viernheim-Triathlon

26/08/2025

DSW12 Senioren beim Viernheim-Triathlon 2025

Vieles wird im zunehmenden Alter anders – manches schwieriger, vieles aber auch besser. Für mich bedeutet es im sportlichen Kontext: Endlich darf ich in der Seniorenliga starten und mich mit den ganz harten und zähen Hunden und Hündinnen messen.

Von Matthias Stücher (Coach Carl)

Eigentlich sollte der langersehnte Einstieg in den Seniorensport erst beim nordhessischen Triathlonklassiker am Twistesee im September passieren, aber durch einen frei gewordenen Startplatz geschah dies nun schon beim südhessischen Klassiker in Viernheim. Endlich wieder eine ehrliche olympische Distanz: Schwimmen im See, bergig auf dem Rad und zuschauerfreundlich beim Laufen. Kein Relay, kein Swim&Run, kein Supersprint – nein, Triathlon in seiner Reinform.

Am Sonntagmorgen erreichte ich bei herrlichem Sonnenschein das Waldstadion in Viernheim, wo auch schon meine Mitstreiter:innen Maren, Thomas und Markus warteten. Nach schnellem Check-in in Wechselzone 2 machten wir uns mit den Rädern auf den Weg zum Start. Dass man Handschuhe und Mütze im August gebrauchen könnte, hatte ich nicht bedacht – aber spätestens nach Triathlon-Mucke und Sonne am Schwimmstart war die innere Wärme da.

Ohne Neopren, aber mit Rolling Start ging es ins warme, blaue Wasser des Hemsbacher Wiesensees. Das Schwimmen war derart angenehm, dass ich mir Zeit ließ und es trotz meiner überschaubaren Fähigkeiten genießen konnte. Einige wären sicher lieber noch eine Runde geschwommen, anstatt den harten Radsplit anzugehen.

Die Juhöhe von Oberlaudenbach, die nach ein paar Jahren Abstinenz wieder im Programm war, bot gleich zu Beginn die Möglichkeit zur Selektion. Kühe in morgendlicher Odenwaldidylle lenkten von den brennenden Beinen ab. Die kurvige Abfahrt, die Durchfahrt des Saukopftunnels und die Jagd vor dem eigenen Schatten machten das Radfahren zu einem Erlebnis. Die letzten 15 flachen Kilometer wirkten dagegen fast unspektakulär – bis die letzten 100 m feinster Baustellenschotter noch einmal alles abverlangten.

Bekanntlich kommt nach dem Radfahren das Laufen. Während ich meine Teamkolleg:innen in den ersten beiden Disziplinen kaum sah, waren wir beim Lauf zwar nicht nebeneinander, aber dennoch zusammen unterwegs. Das gegenseitige Anfeuern setzte letzte Reserven frei, sodass wir alle ziemlich erschöpft, aber zufrieden ins Ziel kamen.

Dieses Gefühl einer echten olympischen Distanz in Verbindung mit Teamgeist habe ich wirklich vermisst. Ich freue mich schon auf den nächsten Einsatz im September – und hoffe, dass unser Team mit dieser extra Motivation noch lange zusammenbleibt und durch weitere Athlet:innen ergänzt wird.

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