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Furioses Saisonfinale in der 1. Triathlon Bundesliga auf Rügen

Am vergangenen Samstag kam es einen Tag vor dem 70.3 Rennen zum großen Showdown in der Triathlonbundesliga – der fünfte und letzte Wettkampf des Jahres fand im Ostseebad Binz auf Rügen statt. Doch die Insel zeigte sich zunächst nicht von ihrer schönsten Seite und empfing uns nach der langen Anreise mit kaltem, regnerischen Wetter, welches bis zum Halb-Ironman am Sonntag andauern sollte.

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Die Ausgangslage war trügerisch: nach den bisherigen überraschend starken Resultaten aus Kraichgau, Münster, Tübingen und Grimma befanden wir uns auf Rang 6 der Tabelle wieder. Allerdings hatten wir bei diesen Wettkämpfen immer mindestens einen ausländischen Athleten im Team, der mit seiner Top-15 Einzelplatzierung definitiv einen entscheidenden Anteil daran hatte, dass die Tagesergebnisse so gut waren. Zudem war dieser Zwischenstand denkbar knapp, lediglich ein Punkt trennte uns von Platz 7 oder 8, und Rang 9 war auch nur 3 Punkte entfernt.

Zum Finale in Binz waren wir nun auf uns alleine gestellt, da keiner unserer ausländischen Topleute zu diesem Termin verfügbar war und für uns an den Start gehen konnte. So mussten sich unsere norddeutschen Routiniers Philipp Weber und Lennart Sievers, das saarländische Nachwuchstalent Felix Schwarz, Eigengewächs Julius “Jo” Gatermann sowie der sportliche Leiter Thomas Pignede der Herausforderung selbst annehmen.

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Der Dauerregen, die allgemeine Müdigkeit am Ende einer langen Saison, die sowieso schon sichere Top-10 Platzierung mit schlechtestenfalls Rang 9 – all das hätten Faktoren sein können, die eine gewisse Genügsamkeit bei unseren Startern hervorrufen. Doch im Gegenteil: die Mannschaft war hochmotiviert, wollte beweisen dass sie auch ohne externe Hilfe im deutschen Oberhaus konkurrenzfähig ist und war nicht bereit, den Tabellenstand einfach so kampflos herzugeben. Vor allem vor einer solch beeindruckenden Kulisse wie auf Rügen und mit Livestream-Übertragung im Internet. Wir konnten also gespannt sein, wozu unser reines Kernteam in der Lage ist und würden herausfinden, wo wir eigentlich in der höchsten Liga tatsächlich stehen.

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Es ist keine Übertreibung wenn wir sagen: die Jungs haben nochmal alles aus sich herausgeholt und mit Tagesplatz 10 die Erwartungen mehr als übertroffen. Nach solidem Schwimmen in der Ostsee befanden sich Philipp, Lennart, Felix und Jo in der zweiten großen Radgruppe, Thomas kam etwas dahinter aus dem Wasser und fuhr mit der dritten Gruppe die anpsruchsvolle Strecke auf der rutschigen, regennassen Fahrbahn. Beim abschließenden Laufen trumpfte Philipp einmal mehr zu Großform auf und wurde starker 32. Mit einer sensationnellen Leistung lief Lennart als 34. ein und erzielte damit sein mit Abstand bestes Ergebnis in der 1. Liga. Youngster Felix kämpfte wörtlich bis zum Umfallen und kann mit Rang 44 ebenfalls mehr als zufrieden sein. Julius biss sich trotz Krämpfen durch und lief als 57. über die Ziellinie, nach einer kleinen Aufholjagd rundete Thomas mit Platz 59 das kompakte Mannschaftsergebnis ab.

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Danach hieß es kurz warten (und aufwärmen) bis der Endstand bekannt gegeben wurde. Wir konnten nicht so richtig einschätzen wo wir landen würden und wofür dies reichen würde. Und dann erfuhren wir dass wir als Tageszehnte die Saison in der Abschlusstabelle auf einem nie für möglich gehaltenen 8. Platz beenden. Damit hätte vor ein paar Monaten niemand gerechnet, und insbesondere die Art und Weise wie wir uns auf Rügen präsentiert haben, macht uns mächtig stolz. Nicht nur dass wir in der Endabrechnung eine Position besser sind als der sowieso sichere 9. Rang, sondern vor allem die Erkenntnis und das Gefühl, dass wir auch aus eigener Kraft das Zeug dazu haben und eine einstellige Platzierung erreichen können.

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Am Ende der Ligasaison ist es nun an der Zeit sich bei allen zu bedanken, die zu diesem unvergesslichen Jahr beigetragen haben. Ihr habt definitiv einen großen Anteil daran, dass wir das beste Bundesligaergebnis seit 4 Jahren und eines der besten Resultate überhaupt in der Geschichte des DSW erzielt haben.

Danke an unsere Betreuer Anne, Lauso, Bobo und Martin für die sehr angenehme, gemeinsame Fahrt und für den perfekten Support vor Ort. Ein besonderer Dank geht an Martin ebenfalls für das Aufnehmen und schnelle Bereitstellen von wie immer super Fotos. Außerdem Danke an alle Zuschauer und Fans für die Bombenstimmung an der Wettkampfstrecke. Weiterhin möchten wir uns bei allen Sponsoren und Unterstützern bedanken, ohne die solche Erfolge nicht möglich gewesen wären (an dieser Stelle ein spezieller Gruß an Guido und Moni die das tolle Erlebnis leider nicht direkt hautnah miterleben konnten). Zum Schluss noch Danke an alle Teams und Athleten für ein gutes Miteinander und sportlich faire Wettkämpfe, sowie an das gesamte Orga-Team umd Harald Vogler und Rainer Jung, die in den letzten Jahren die 1. Triathlon Bundesliga mit unglaublichem Einsatz professionalisiert und immens nach vorne gebracht haben.

Link zum offiziellen Renn-Video
Weitere Impressionen gibt es in der Bildergalerie

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